Gruppe vor dem Brandenburger Tor (Foto: Susann Eckhardt)

Gedenktag 27. Januar: Niemals vergessen!

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Bild Gedenktag 27. Januar: Wir wollen nicht vergessen

An diesem Tag sind unsere Gedanken bei den Opfern der „Euthanasie“-Verbrechen im Nationalsozialismus, bei denen in ganz Europa etwa 300.000 Patient:innen aus Heil- und Pflegeanstalten und psychiatrischen Einrichtungen getötet wurden.

Rund ein Drittel – mehr als 70.000 – der Morde an Patient:innen gingen von der sogenannten "Aktion T4" in der Tiergartenstraße 4 in Berlin aus, bei der systematisch Tötungen geplant wurden.

Diese schrecklichen Verbrechen dürfen nicht in Vergessenheit geraten und sollen stets als mahnende Erinnerung auch in heutigen Zeiten die Bevölkerung erreichen.

Um daran zu erinnern, stellt Andreas Maus am 27. Januar 2026 von 11:00 bis 16:00 Uhr in der Berliner Philharmonie Bilder und Werke aus und lädt um 13:00 Uhr zu einem Podiumsgespräch ein. Um 14:30 Uhr veranstaltet das Museum eine Ausstellungsführung mit Live-Audiodeskription und Deutscher Gebärdensprache.

Andreas Maus arbeitet im Kunsthaus KAT18 in Köln und wurde 2021 mit dem „euward 8“, dem europäischen Kunstpreis für Malerei und Grafik für Künstler:innen mit Beeinträchtigung, ausgezeichnet. In den ausgestellten Werken geht es um die Gräueltaten des NS-Regimes und um das Leben und erfahrene Leid von Anne Frank und ihrer Familie.

Am 28. Januar 2026 wird es eine Gedenkstunde im Deutschen Bundestag mit Jürgen Dusel, dem Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, geben sowie um 11:00 Uhr eine Kranzniederlegung mit musikalischer Begleitung am T4-Gedenkort in der Tiergartenstraße 4 in Berlin-Mitte, bei der auch unser Interessenvertreter Sascha Ubrig vor Ort sein wird.

Der Informationsort in der Tiergartenstraße 4 besteht seit 2011. Er wurde geschaffen, um an die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde zu erinnern, Angehörigen eine Anlaufstelle zu ermöglichen und diese grausamen Verbrechen aufzuarbeiten.

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